3 Mineralien im Überblick — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Leitfaden lesenDas menschliche Skelett besteht aus rund 206 Knochen, die weit mehr als nur ein statisches Gerüst darstellen. Knochengewebe befindet sich in einem fortwährenden Umbau: Osteoblasten bauen neue Knochensubstanz auf, während Osteoklasten altes Material abbauen. Dieser Prozess — das sogenannte Remodeling — ermöglicht es dem Skelett, sich an mechanische Belastungen anzupassen und Mikrorisse zu reparieren.
Die Knochenmasse erreicht ihren Höhepunkt typischerweise zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr. Danach überwiegt schrittweise der Abbau. Die Geschwindigkeit dieses Prozesses wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter Bewegung, Ernährung und die Verfügbarkeit bestimmter Mineralien.
Drei Mineralien verfügen über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe in Bezug auf die Erhaltung normaler Knochen: Calcium, Magnesium und Zink. Die wissenschaftlichen Grundlagen hierfür wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geprüft.
Jedes der folgenden Mineralien verfügt über eine eigenständige EU-zugelassene Angabe zur Erhaltung normaler Knochen.
Calcium ist der mengemäßig bedeutendste Mineralstoff im menschlichen Körper. Rund 99 % des gesamten Calciums befinden sich in Knochen und Zähnen, wo es als Hydroxylapatit in die Knochenmatrix eingelagert ist. Der tägliche Referenzwert gemäß EU liegt bei 800 mg.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Etwa 60 % des im Körper vorhandenen Magnesiums sind in den Knochen gespeichert. Dort beeinflusst es sowohl die Kristallstruktur des Hydroxylapatits als auch die Aktivität der am Knochenumbau beteiligten Zellen. Der EU-Referenzwert beträgt 375 mg pro Tag.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Zink ist als Spurenelement an der Kollagensynthese und der Mineralisierung des Knochengewebes beteiligt. Es kommt in mehr als 300 Enzymsystemen als Kofaktor vor, von denen einige direkt den Knochenmetabolismus beeinflussen. Der EU-Referenzwert liegt bei 10 mg täglich.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Knochengewebe besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: einer organischen Matrix, die hauptsächlich aus Kollagen Typ I gebildet wird, und einer anorganischen Phase aus Calciumphosphat-Kristallen (Hydroxylapatit). Das Zusammenspiel beider Anteile verleiht dem Knochen seine Kombination aus Elastizität und Festigkeit.
Pro Jahr werden schätzungsweise 5–10 % der gesamten Knochenmasse eines Erwachsenen durch das Remodeling erneuert. Für diesen Vorgang benötigt der Körper eine kontinuierliche Versorgung mit den entsprechenden Mineralstoffen über die Nahrung.
Calcium bildet den quantitativ größten Anteil der mineralischen Knochensubstanz. Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 1–1,2 kg Calcium, wovon 99 % im Skelett und in den Zähnen gebunden sind. Das verbleibende 1 % zirkuliert im Blut und in den Weichgeweben, wo es an Signalprozessen, der Muskelkontraktion und der Blutgerinnung mitwirkt.
„Calcium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Milchprodukte, grünes Blattgemüse wie Brokkoli und Grünkohl sowie calciumhaltiges Mineralwasser zählen zu den bekannten Nahrungsquellen. Die Aufnahme wird durch Vitamin D begünstigt, während Oxalsäure (etwa in Spinat) die Bioverfügbarkeit mindern kann.
Magnesium befindet sich zu rund 60 % in den Knochen, wo es die Kristallgröße des Hydroxylapatits beeinflusst. Ein ausreichender Magnesiumspiegel ist mit einer normalen Aktivität der knochenbildenden Zellen verbunden.
„Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und dunkle Schokolade gehören zu den natürlichen Magnesiumquellen. Da nur rund 1 % des Körpermagnesiums im Blutserum messbar ist, spiegelt der Serumwert allein den Gesamtstatus nicht vollständig wider.
Zink ist an der Aktivität alkalischer Phosphatasen beteiligt, die bei der Mineralisierung des Knochens eine Funktion erfüllen. Zudem ist Zink Bestandteil von Enzymen, die an der Kollagensynthese mitwirken — einer Grundvoraussetzung für die organische Knochenmatrix.
„Zink trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Rindfleisch, Kürbiskerne, Linsen und Haferflocken sind natürliche Zinklieferanten. Die Bioverfügbarkeit kann durch Phytinsäure in Getreide gemindert werden; Einweichen und Fermentation können diesen Effekt abschwächen.
Ausführliche Informationssammlung zu Calcium, Magnesium, Zink und der Erhaltung normaler Knochen — auf Basis EU-zugelassener Angaben.
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